Theater

Das Ende des Regens

  • Von Andrew Bovell
  • Metropoltheater München
  • Es spielen Vanessa Eckart, Lilly Forgách, James Newton, Hubert Schedlbauer, Thomas Schrimm, Dascha von Waberer, Eli Wasserscheid
  • Regie Jochen Schölch

Keiner ist frei geboren. Ob wir es begreifen oder nicht, tragen wir doch von Beginn an die Biografien unserer Mütter und Väter, Großmütter und Großväter in uns. Ihre Ängste und Sehnsüchte, Taten und Untaten spiegeln sich in unseren. Den Kindern bleibt diese Wahl: Das von den Eltern aufgeladene Erbe als Last erdulden und dabei deren Fehler wiederholen, oder es als Aufgabe annehmen und darin eine eigene Biografie finden. Kreislauf oder Lebenslauf, Freiheit wird erst möglich, sobald einer den Mut hat, zu vergeben.

Die Geschichte sucht nach sich selbst, taumelt aus der Zukunft in viele Vergangenheiten, um endlich eine Gegenwart zu finden und springt zwischen den Jahrzehnten. Menschen begegnen sich über Generationen hinweg, die die Zeit auseinander gerissen hatte, und lernen einander zu verstehen.

Der australische Dramatiker und Drehbuchautor Andrew Bovell (der morgen 56 Jahre alt wird) hat in „Das Ende des Regens“ zwei Familiengeschichten miteinander verknüpft, die insgesamt vier Generationen umspannen. Erzählt wird in nicht chronologischer Reihenfolge. Beginnend in Alice Springs im Jahr 2039 führt uns die Geschichte zurück in ein klaustrophobisches London der 1950er und 1980er Jahre.