Kino

Der menschliche Makel

  • Literaturverfilmung nach dem Roman von Philip Roth.
  • R: Robert Benton – B: Nicholas Meyer – K: Jean-Yves Escoffier – M: Rachel Portman – D: Anthony Hopkins, Nicole Kidman, Ed Harris, Gary Sinise – USA 2003, L: 100 Min.

Coleman Silk ist Professor für Literaturwissenschaften und vermeintlich der erste Dekan jüdischer Abstammung am “Athena College“ in einer Stadt in Massachusetts. Tatsächlich ist Silk aber Afroamerikaner mit heller Haut – eine Tatsache, die er seit seiner Studentenzeit verheimlicht, um Diskriminierung zu vermeiden. Während einer Vorlesung bezeichnet Silk zwei nie anwesende Studenten als „dunkle Gestalten“. Als sich die zwei Studenten als Afroamerikaner erweisen und Klage gegen die abfällige Bezeichnung als „Schwarze“ erheben, wird Silk des Rassismus bezichtigt. Empört kündigt er seine Professur auf. Seine Ehefrau Iris stirbt kurze Zeit später infolge der Aufregungen. Er bittet den befreundeten Schriftsteller Nathan Zuckerman, ein Enthüllungsbuch über seinen Fall zu schreiben, was dieser jedoch ablehnt. Im weiteren Verlauf geht Silk eine ausgeprägt sexuell orientierte Beziehung mit der viel jüngeren Faunia Farly ein. Diese Verbindung entwickelt sich als sehr kompliziert und verletzend – und führt zu einem dramatischen Ende. Schließlich schreibt Nathan Zuckerman doch ein Buch mit dem Titel “Der menschliche Makel“ über Coleman Silk, der sein Leben um eine Lüge aufgebaut habe. Eine großartige Literaturverfilmung mit großartigen schauspielerischen Leistungen.