Theater

Die letzte Karawanserei

  • Schauspiel von Ariane Mnouchkine
  • Landestheater Tübingen
  • Christoph Roos Regie

Über 40 Millionen Menschen befinden sich heute weltweit auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Not, Missachtung der Menschenrechte, Auslöschung des Individuums und der Zerstörung der Kultur in ihren Heimatländern. Von ihnen und ihren ganz persönlichen Odysseen erzählt „Die letzte Karawanserei“: In Afghanistan ist die Liebe zwischen Fahwad und Azadeh für die Taliban Sünde – und Azadeh bezahlt dafür mit dem Leben. Im Iran wird Parastou nach einer Demonstration für mehr Demokratie ausgepeitscht. Ihr Vater verkauft sein Haus, um seinen beiden Kindern die Flucht zu ermöglichen. Irgendwo an der Grenze zwischen Kasachstan und Kirgisien auf einem reißenden Fluss: ein Boot mit Menschen, eine Nussschale, der gnadenlosen Macht der Elemente ausgeliefert…

Ariane Mnouchkine, Mitbegründerin und Leiterin des Théâtre du Soleil, hat von 2001 bis 2003 mehr als 400 Interviews mit Geflüchteten und Asylsuchenden geführt. Daraus entstand eine Sammlung von Szenen, die diesen Menschen Gesichter und ihren Geschichten einen Raum gibt. „Die letzte Karawanserei“ ist ein zeitloses Kaleidoskop menschlicher Entwürdigung, das aber auch Momente der Hoffnung und Humanität aufscheinen lässt und unseren Blick lenkt auf die Würde und Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens. 2017 erhielt Ariane Mnouchkine den Goethepreis für ihr Lebenswerk.

 

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