Die Reise mit Vater

  • Eine Tragikomödie, die von Liebe und Freiheit handelt.
  • R+B: Anca Miruna Lazarescu – K: Christian Stangassinger – M: Ferenc Darvas – D: Alex Margineanu, Razvan Enciu Ovidiu Schumacher, Susanne Bormann, Manuel Klein, Doru Ana, Marcila Nistor – Deutschland 2016, L: 111 Min.

Und davon, dass es manchmal im Leben unmöglich scheint, beides zu vereinen. Es geht um eine große Entscheidung und den Mut, diese in bewegten Zeiten zu treffen: Vor dem Hintergrund des Prager Frühlings unternehmen drei Rumäniendeutsche eine Reise, die sie in die DDR und dann in den Westen führt. Der Film erzählt, nach einer wahren Begebenheit, das Leben zweier unterschiedlicher Brüder, Mihai und Emil, und ihres Vaters in Rumänien im Jahre 1968. Mihai spitzelt für den Staat, Emil ist engagierter Regimegegner. Als sich die Möglichkeit eröffnet, den schwer augenkranken Vater in der DDR operieren zu lassen, machen sich die drei auf die Reise. Kaum in Ostdeutschland angekommen, werden sie von sowjetischen Panzern überrascht, die in die CSSR einmarschieren und werden von der DDR-Bereitschaftspolizei in einem Touristen-Auffanglager festgesetzt. Mihai lernt dort die Münchener Studentin Ulli kennen und ist von ihr fasziniert. Sie ist all das, was er nicht ist und besitzt Dinge, von denen er nicht einmal zu träumen wagt. Die Familie erhält schließlich ein Transitvisum und findet sich völlig unerwartet in der BRD wieder: Es stellt sich die Frage: Im Westen bleiben oder zurückkehren nach Rumänien? Nach ihrem mit 80 Preisen ausgezeichneten Kurzfilm SILENT RIVER legt die HFF- Absolventin Anca Miruna Lazarescu mit DIE REISE VATER ihr Spielfilmdebüt vor, das auf dem Filmfest München 2016 mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.