Theater

Eine von uns

  • Zeitzeugentheater nach Jetta Schapiro-Rosenzweig "Sag niemals, das ist dein letzter Weg"
  • Theaterwerkstatt der Stiftung Landheim Schondorf
  • Sabine Flad-Miltner Text und Regie

Mit dem Zeitzeugentheater „Eine von uns“ hat die Theaterwerkstatt des Landheims Schondorf ein Novum gewagt und die Erlebnisse einer Holocaust-Überlebenden in Szene gesetzt.

Die Anregung dazu entstammte dem authentischen Flucht- und Lebensbericht „Sag niemals, das ist dein letzter Weg“ von Jetta Schapiro-Rosenzweig, die im litauischen Wilna als Jüdin den zweiten Weltkrieg erlebt. Frau Schapiro-Rosenzweig lebte mit ihrer Tochter nach dem Ende des 2. Weltkrieges als Displaced Person in Landsberg, bevor sie nach Israel auswanderte.

Für die Schülergruppe rückte das Thema des geschichtlichen Unterrichts in den Bereich unmittelbarer Erfahrung, handelte es sich doch nicht nur um ein Stück deutscher und Landsberger Geschichte, sondern gleichzeitig auch um einen Teil der Familiengeschichte einer Mitschülerin. Damit wurde deutlich, dass die Geschichte des National-sozialismus auch für die Jugendlichen bis in unsere heutige Zeit Spuren hinterlässt.

Im Zentrum des Stückes steht die Situation litauischer Juden mit Beginn der sowjetischen Besatzung 1939, die mit Entsetzen die unaufhaltsame Verfolgungssituation erleben. Protagonistin ist die junge Mutter Jetta Schapiro, der mit ihrer dreijährigen Tochter das Überleben und die unglaubliche Flucht in die Freiheit gelingt.

Sechs SchülerInnen des Landheims Schondorf der Klassen 9-12 stellen deren Situation mit minimalistischen Mitteln ausdrucksstark dar und präsentieren damit ihre Form von Erinnerungsarbeit: „Eine von uns“ dokumentiert in dichten Bildern die Situation von Ausgrenzung, Unterdrückung und ungebremstem Überlebenswillen.

Bei der Premiere im Landheim Schondorf zeigte sich auch die Presse über die Intensivität der Inszenierung und Darstellung beindruckt: http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Wie- Schueler-die-dunkle-Geschichte-bewaeltigen-id43203491.html