Kino

Katharina Luther

  • 500 Jahre Reformation: Ein Filmbeitrag zur Veranstaltungsreihe der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Landsberg.
  • R: Julia von Heinz – B: Christian Schnalke – K: Daniela Knapp – D: Karoline Schuch, Devid Striesow, Ludwig Tretow, Martin Ontrop – Deutschland 2017, L: 105 Min.

Katharina von Bora wird als Kind von ihrem Vater zur Erziehung in das Augustiner-Chorstift Brehna gebracht. Später wechselt sie in das Zisterzienserkloster Marienthron in Nimbschen, wo sie Ave von Schönfeld begegnet. Sie lebt als Nonne das für sie bestimmte Leben, bis sie mit Anfang 20 durch die Schriften Martin Luthers mit einer völlig neuen Gedankenwelt in Berührung kommt. Tief beeindruckt von Luther bricht sie mit einigen ihrer Mitschwestern aus der Enge des klösterlichen Lebens aus und flieht nach Wittenberg. Ohne rechtliche Stellung, ohne Einkommen und verstoßen von ihre Familie kommt sie, zusammen mit ihrer Freundin Ave, schließlich bei der Familie Cranach unter. Sie muss feststellen, dass ihr unter den gegebenen gesellschaftlichen Umständen auf Dauer nur die Heirat bleibt, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, was sie zunächst vehement ablehnt. In ihrer Haltung wird sie zunehmend von Martin Luther in Schutz genommen, dem sie sich in ihren Idealen sehr verbunden fühlt. Katharina beschließt den Reformator zu heiraten obwohl sie im zum Teil noch katholisch geprägten Wittenberg aufgrund ihrer Verbindung zu ihm geächtet wird. Sie lässt den gemeinsam bewohnten Hof erneuern und erwirbt den Respekt der männerdominierten Gesellschaft. Um den Lebensunterhalt zu finanzieren nimmt sie Studenten auf und baut selbst Gemüse und Kräuter an. Sie wird zur angesehenen Wirtschafterin und zur gleichberechtigten Gesprächspartnerin. 15 Jahre später haben Katharina und Martin Luther sechs Kinder. Luther erkennt in seiner Frau und seinen Kindern seinen größten Reichtum .Konsequent aus der Perspektive von Katharina von Bora hat Julia von Heinz die private Geschichte der Reformation verfilmt. Ohne Thesenanschlag.

Julia von Heinz wird persönlich anwesend sein. Herzlich willkommen!