Kino

Mein Leben ohne mich.

  • Ein Filmabend in Zusammenarbeit mit dem Hospiz- und Palliativverein Landsberg e.V..
  • R+B: Isabel Coixet - K: Jean Claude Larrieu - M: Alfonso De Vilallonga - D: Sarah Polley, Amanda Plummer, Scott Speedman, Leonor Watling, Deborah Harry, Julian Richlings - Spanien/Kanada 2003/04, L: 102 Min.

Dieser Film über den Umgang des Menschen mit dem Tod gehört zu den seltenen Filmen, die einen tief bewegen, ohne dass auf der Leinwand irgendetwas Gewaltiges geschähe. Es ist eher die zärtliche Geschichte eines leisen Adieus, das Mut macht – tragisch, tröstlich und keine Spur pathetisch: Die 23-jährige Ann lebt mit ihrem Mann und zwei kleinen Töchtern in einem Wohnwagen im Garten ihrer Mutter. Das erste Kind bekam sie mit 17, sie brach ihre Schulausbildung ab und arbeitet als Nachtputzfrau an der Universität. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie erfährt, dass sie an Eierstockkrebs erkrankt ist und nur noch 2-3 Monate zu leben hat. Sie verweigert eine Behandlung und entschließt sich, niemandem zu erzählen, dass sie sterben muss, nicht einmal ihrer Familie. Scheinbar führt sie ihr Leben weiter wie bisher. Sie setzt sich in ein Café und schreibt eine Liste von Dingen, die sie tun möchte, bevor sie stirbt. Neben scheinbar banalen Alltäglichkeiten wie die Veränderung ihrer Frisur möchte sie zum ersten Mal Sex mit einem anderen Mann haben, da ihr Mann ihr erster und einziger Mann ist. Und sie wünscht sich, dass sich jemand in sie verliebt. Gleichermaßen regelt sie die Zeit nach ihrem Tod: Sie sucht eine neue Frau für ihren Mann und bespricht Kassetten für die Geburtstage ihrer beiden kleinen Töchter bis zu deren 18. Lebensjahr.