Theater

Onkel Wanja

  • Von Anton Tschechow
  • Theater Poetenpack
  • Andreas Hueck Regie

Den Tschechow-Klassiker bringt das Poetenpack aus Potsdam ungekünstelt als spielfreudiges Schauspieltheater auf die Bühne.

Auf einem russischen Landgut gerät das so genannte normale Leben in eine bedenkliche Schieflage, weil die Liebe die Gemüter erhitzt. Das Karussell der Begehrlichkeiten dreht sich mal bitter und traurig, mal komisch und turbulent.

Serebrjakow, ein emeritierter Professor reist mit seiner zweiten, jungen Frau Jelena zur Erholung aufs Landgut seiner verstorbenen Frau. Von den Erträgen des Gutes führt der Professor seit Jahren ein angenehmes Leben. Sie besuchen Sonja, seine Tochter aus erster Ehe, und deren Onkel Wanja, die beide das Gut seit dem Tod von Sonjas Mutter bewirtschaften, sich selbst aber nichts gönnen. Der Professor lässt hier seinen Launen freien Lauf und entpuppt sich als Haustyrann. Angesichts des wahren Charakters des Professors und unter dem Eindruck zurückgewiesener Liebe, die Wanja für die Frau des Professors, Sonja wiederum für den ebenfalls in die Professorengattin verliebten Landarzt Astrow, empfindet, erkennen die beiden, dass sie Jahrzehnte in Selbsttäuschung gelebt haben. Wanja versucht aus seinem Leben auszubrechen, scheitert aber – und alles bleibt beim Alten.

Teo Vadersen, dem Landsberger Publikum bereits bekannt durch seine eindrucksvolle Darstellung des Schlomo Herlz in „Mein Kampf“, spielt Onkel Wanja.