Kino

Paula- Mein Leben soll ein Fest sein

  • Ein biografisches Filmdrama über die Malerin Paula Modersohn-Becker.
  • R: Christian Schwochow – B: Stefan Kolditz, Stephan Suschke – K: Franz Lamm – M: Jean Rondeau – D: Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, Nicki von Tempelhoff – Deutschland 2016, L: 123 Min.

Sie hat die Kunst der Moderne beeinflusst wie wenige andere und hinterließ mehr als 750 Gemälde und 1000 Zeichnungen. Der Film erzählt die Geschichte dieser hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau des 20. Jahrhunderts. Paula Modersohn-Becker (1876-1907) lebte gegen alle Widerstände ihre Vision von künstlerischer Selbstverantwortung und ihre Vorstellungen von Liebe und Ehe. Der Film orientiert sich am realen Leben Paula Modersohn-Beckers während ihrer Zeit in Worpswede und Paris, erlaubt sich jedoch aus dramaturgischen Gründen einige Freiheiten. So beschränkt er zum Beispiel die Zahl ihrer mehrfachen Aufenthalte in Paris auf einen einzigen. Die Handlung setzt deutlich vor 1900 ein, als die zeichnerisch bereits vorgebildete (seit 1888 mit ihrer Familie in Bremen lebende) Paula mit Anfang zwanzig gegen den Willen des Vaters beschließt, sich nach Worpswede zu begeben. Die Ausbildung bei Fritz Mackensen befriedigt sie dort nicht, so dass sie schnell eigene Wege sucht und sich mit der jüngeren Clara Westhoff anfreundet, aber auch mit Rainer Maria Rilke und Otto Modersohn. Otto schützt Paula vor Mackensen, der Paulas starken Drang nach künstlerischer Freiheit strikt ablehnt. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Romanze, in der Otto zaghaft ist, die aber dennoch in beider Heirat mündet. Nach fünf Ehejahren entflieht Paula zu Clara Westhoff und Rainer Maria Rilke nach Paris. Als Otto selbst nach Paris reist, um sie zur Rückkehr nach Worpswede zu bewegen, kommt es zur Versöhnung. Paula kehrt schwanger nach Worpswede zurück. Die Geburt verläuft äußerst schwer – was Otto immer befürchtet hatte. Bald stirbt Paula.