Theater

Planet Eden

  • Ein Theaterstück mit Puppen über das Gemälde „Der Garten Eden“ von Hieronymus Bosch.
  • Von und mit Marc Schnittger
  • Marc Schnittger Text, Puppen, Spiel, Bühne und Projektionsentwürfe

Der Teufel steckt in Schwierigkeiten. Die Menschen sind drauf und dran die Erde zu vernichten. Krieg und Gemetzel überall, Umweltverschmutzung, Klimakollaps. Sein Arbeitsplatz auf Erden ist akut gefährdet. Er fleht Gott an, endlich einzugreifen. Aber der hat keine Lust mehr. Soll doch sein Widersacher die Dinge selbst in die Hand nehmen. Verwirrt, aber auch geschmeichelt, beginnt der Teufel die Erde zu retten. Auf seine Weise. Der Teufel bedient sich des erfolglosen Erfinders und Wissenschaftlers Dr. Hinnerk Fesst. Mit nunmehr teuflischen Fähigkeiten ausgestattet schafft Fesst Außerordentliches. Er löst das Hungerproblem in der Dritten Welt durch die Verwandlung von Elektroschrott in zarte Hühnerfilets, entwickelt das Perpetuum Mobile zur CO2-Reduktion und erschafft einen neuen Erdtrabanten mit Namen »Garten Eden«. Aber das Ziel Menschheitsrettung erweist sich als zu komplex. Die Aufgabe droht dem Teufel zu entgleiten. Angelpunkt und Assoziationsfläche dieses Theaterprojektes ist das immer wieder umrätselte Triptychon »Garten der Lüste« von Hieronymus Bosch. Von Marc Schnittger und seinem Team inszenatorisch interpretiert wurden bereits zwei der drei Gemälde: »Der Garten der Lüste« (2009), der bereits bei uns im Stadttheater zu sehen war, und »Die musikalische Hölle« (2012). Mit »Planet Eden« folgt nun der letzte Teil. Schnittger zählt zu den erfolgreichsten Solopuppenspieler Deutschlands. Über viele Jahre hat er sich auch bei uns eine eigene Fangemeinde erspielt.