Kino

Timm Thaler oder das verkaufte Lächeln

  • Ein Film nach dem gleichnamigen Roman von James Krüss.
  • R: Andreas Dresen – B: Alexander Adolph – K: Michael Hammon – M: Johannes Repka – D: Arved Friese, Justus von Dohnányi, Axel Prahl, Jule Hermann, Charly Hübner, Milan Peschel, Joachim Król, Fritzi Haberlandt – Deutschland 2017, L: 102 Min.

Der junge Timm Thaler lebt in den 1920er Jahren mit seinem Vater in einer kleinen Gasse in einer deutschen Stadt. Auch wenn er in ärmlichen Verhältnissen groß wird, ist er glücklich, und er besitzt ein Lachen, dem niemand widerstehen kann. Dieses ist so ansteckend und entwaffnend, dass der wohlhabende Baron Lefuet es unbedingt besitzen will. Er glaubt, damit zu einer Sympathiefigur zu werden und so andere Menschen leichter manipulieren zu können und schlägt Timm einen ungewöhnlichen Handel vor. Timm wird in Zukunft jede Wette gewinnen können, wenn er ihm sein besonderes Lachen verkauft. Timm unterschreibt den Vertrag, um so die Schulden seiner Familie zu begleichen. Obwohl er sich dank der neuen Fähigkeit scheinbar alle Wünsche erfüllen kann merkt Timm bald, dass mit seinem Lachen auch seine Lebensfreude verloren gegangen ist. Er macht sich auf die Suche nach Lefuet, um sich sein Lachen zurück zu holen. Der Regisseur Andreas Dresen hat einen warmherzigen und spannenden Film geschaffen, der mit großartigen Bildern und einer klaren Botschaft gegen Gier und Konsumverhalten unter die Haut geht. Eine fantasievolle, kapitalismuskritische “Faust-Legende“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Geht bitte mit einem gesunden Lachen in die Weihnachtszeit!