Theater

Und dann kam Mirna

  • Von Sibylle Berg
  • Maxim Gorki Theater
  • Sebastian Nübling Regie

Eine halb ausgeräumte Wohnung, Koffer und Kartons: Eine Frau Mitte Dreißig wartet gemeinsam mit ihrer zehnjährigen Tochter Mirna auf den Umzugswagen, der sie in ihr neues Leben bringen soll.

Beim Packen werden Frauenbilder und Beziehungskonzepte unserer Zeit ebenso bissig kommentiert wie das Scheitern an den eigenen Erwartungen und die diffuse Sehnsucht nach einem Neuanfang, der nie Wirklichkeit werden wird. All dies in Gesellschaft von Tochter Mirna, die zum Befremden der Mutter zwar deren Scharfzüngigkeit geerbt hat, aber ansonsten ganz anders geraten zu sein scheint als die Mutter selbst…

„Und dann kam Mirna“ ist die Fortsetzung von „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“, welches von der Zeitschrift „Theater heute“ zum Theaterstück des Jahres 2014 gewählt wurde. Sibylle Berg erzählt die Geschichte weiter, zeigt wo die rebellischen jungen Frauen zehn Jahre später mit Mitte Dreißig stehen. Sie haben Kinder bekommen, Trennungen hinter sich und schlagen sich mit der schmerzhaften Einsicht herum, dass sie »nur ein kleines mittelmäßiges Leben« haben werden – und mit ihren Töchtern, die ihre Mütter ebenso kritisch hinterfragen, wie diese die Generation vor ihnen. Regisseur Sebastian Nübling und Choreografin Tabea Martin erzählen all das gemeinsam mit den Schauspielerinnen aus „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ (neu dabei: Çiğdem Teke) und vier Kindern. Wir freuen uns, das Theater des Jahres 2016 („Theater heute“) wieder zu Gast in der Lechstadt zu haben.