Kabarett

Christian Springer

  • "Alle machen, keiner tut was"
  • s`Maximilianeum
Veranstalter: s'Maximilianeum e.V.

Als Träger des Bayerischen Kabarett-Preises und nahezu aller weiteren Kleinkunstpreise von Rang, gehört der 55-jährige Münchner zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Kabarettszene. Populär wurde Springer in der Rolle des „Fonsi“. 2014 legte der Münchner die Kunstfigur ab und tritt seither unter seinem eigenen Namen auf. Verbunden damit ist der Wandel von eher comedyhafter Kleinkunst hin zu sozialkritisch-politischem Kabarett, das Springer stets mit sozialen Anliegen verbindet wie etwa seinem Verein „Orienthelfer“, über den sich der Kabarettist für die zivilen Opfer des Krieges in Syrien einsetzt. Bei allem ernsthaften Hintergrund, den Springer ganz bewusst auf die Bühne bringt, bleibt freilich die Unterhaltung nicht auf der Strecke.

Einem breiteren TV-Publikum ist Springer als Gastgeber der monatlich BR-Kabarettsendung „Schlachthof“ bekannt, die er seit über fünf Jahren zusammen mit Michael Altinger präsentiert.

Bei der Kleinkunstbühne Landsberg ist der Kabarettist nun nach gut drei Jahren mit seinem aktuellen Programm „Alle machen keiner tut was“ zu erleben. Wie der Titel unschwer erahnen lässt, ist da konzentriertes Zuhören und Mitdenken angesagt, geht Springer doch auf eine hintersinnig-philosophische Suche nach den Werten. Dass so mancher Mitbürger dabei nur an Blutdruck und Cholesterin denkt, macht ihn fassungslos. Und wenn Toleranz und Mitmenschlichkeit mit Füßen getreten werden, treibt ihm dies die Zornesröte ins Gesicht – das auf äußert unterhaltsame Art und Weise.