Kino

Das innere Leuchten

  • Ein feinsinniges Filmwerk widmet sich dem Alltag von Menschen mit Demenz.
  • R+B+K: Stefan Sick – M: Peter Scherer – Deutschland 2019, L: 90 Min.
Karten erhalten Sie eine ½ Stunde vor Filmbeginn an der Theaterkasse im Foyer.

Sie gilt als eine der häufigsten Krankheiten im Alter und ihre Diagnose ist für die Betroffenen und Angehörigen stets ein schwer zu verkraftender Schock: die Demenz. Die Krankheit sorgt für einen allmählichen sowie immer weiter voranschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten und kann den Alltag massiv beeinträchtigen. Eine der größten Herausforderungen dabei – die uneingeschränkte Akzeptanz der Demenz mit all ihren Auswirkungen. „Das innere Leuchten“ ist der filmische Versuch, sich in das Innerste, also die subjektive Lebenswirklichkeit von Demenzkranken, hineinzuversetzen. Ein Unterfangen, das schwierig umsetzbar klingt und zunächst herausfordernd anmutet, dem Filmemacher Stefan Sick aber dank einer feinfühligen Umsetzung und geduldigen Herangehensweise sehr gut gelingt. Sick nimmt sich dabei außerordentlich viel Zeit für die Beobachtung der Patienten, ohne das Geschehen zu kommentieren. Oft minutenlang, ohne Schnitt und in nur einer Einstellung ist die Kamera auf die Personen gerichtet, die an dieser nach wie vor unheilbaren Krankheit leiden. Wir sehen Menschen, die ganz in ihrer eigenen Welt zu leben scheinen. Durch das behutsam Beobachtende und Dokumentierende werden die Erkrankten sowie ihre komplexen, mannigfaltigen Gemütslagen für den Zuschauer erfahrbar.