Theater

Die Geschichte von den Pandabären

  • Erzählt von einem Saxophonspieler mit Freundin in Frankfurt
  • Von Matei Visniec
  • Olaf Dröge Regie
  • Neuen Bühne Bruck Produktion
  • Rilana Nitsch & Alexander Schnmedel Spiel
  • Agnes Reiter Saxophon (Komposition und Einspielung)

Ein ungewöhnlicher Titel für ein Theaterstück, das nicht für Kinder gedacht ist, auch wenn es so klingt. Es ist ein Stück so rätselhaft und verspielt wie sein Titel: Ein Mann erwacht eines Morgens neben einer schönen Unbekannten. ER erinnert sich an nichts. SIE scheint mehr zu wissen… Schließlich besiegeln die beiden einen Pakt: Sie kommt neun Nächte lang wieder und er spielt für sie Saxophon. Es ist der Beginn einer wunderschönen Liebesgeschichte. In heiter-verspielten Dialogen, poetischen Bildern, absurd-komischen Situationen und geheimnisvollen Szenen verschwimmen die Grenzen zwischen Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht, Traum und Wirklichkeit. Wohl überlegt und mit einer hohen Sensibilität für die kleinen Dinge hat Olaf Dröge die Inszenierung in einen kleinen Raum gelegt. Die beiden Darsteller spielen mit einer ebenso hohen Einfühlsamkeit für kleine Gesten und Bewegungen, so dass man sich wie ein Teil dieser ebenso romantischen wie verstörenden Geschichte fühlt. Obwohl es mehrere Stücke gibt, in denen sich Paare in kleinen Zimmern treffen, ist dieses das wohl berührenste. Und die Inszenierung ist äußerst überzeugend, was auch der Regie, aber nicht zuletzt dem Schauspielerpaar zu danken ist.