Theater

Gaia Gaudi

  • Komisches Theater ohne Worte, mit Musik
  • Gardi Hutter, Neda Cainero, Juri Cainero & Beatriz Navarro Spiel & Konzept
  • Michael Vogel Regie

Glücklicherweise sterben wir. Es wäre ja sonst viel zu eng auf dieser Erde, auf keiner Parkbank fände sich noch ein freier Sitzplatz, und Theaterkarten für heute Abend hätte man schon vor Jahrzehnten reservieren müssen.

Der Tod schafft Raum, für die nächsten und weiteren Generationen, und ermöglicht so Verlebendigung. Gardi Hutter, alias Hanna, hat Übung im Sterben. In bisher acht Stücken war sie am Schluss sieben Mal tot. Der Tod des Clowns provoziert das ursprünglichste Lachen, das die Menschen erfunden haben, um sich mit dem unabwendbaren eigenen Ende auszusöhnen. In „Gaia Gaudi“ ist Hanna gleich von Anfang an tot. Das Publikum versteht das sofort, nur Hanna nicht. Von so etwas Unwichtigem lässt sie sich nicht aufhalten. Man sagt, die Seele eines Verstorbenen bleibe noch eine Weile im Raum. Hannas Seele flattert so ungetrübt, dass der Körper sie genervt packt und hinüber bugsiert: er hört das Rumoren der nächsten Generation. Der Tod ist, wie jeder Schlusspunkt, auch immer ein Anfang, und in diesem Sinne ein Übergang: Für Gläubige in eine andere Welt, für Wissenschaftler in einen anderen Zustand, und für Theaterleute in eine andere Phantasie. In „Gaia Gaudi“ geht es um Wurzeln und um Flügel. Um Beständigkeit und Erneuerung, und um den großen Strom von Generationen, die das Leben immer weitergeben – und sich ab und zu auch auf die Köpfe hauen.

Und da eine Clownin, eine Sängerin, eine Tänzerin und ein Perkussionist diese Geschichte erzählen, wird der Abend voller Überraschungen sein. So wie das Leben auch. Erleben Sie an diesem Abend mit Gardi Hutter eine der besten Clowninnen der Welt. Sie spielt dieses Stück über den Generationswechsel zusammen mit ihren Kindern in einer Inszenierung von Michael Vogel, dem Kopf und Regisseur von Familie Flöz (Maskentheater), die am Donnerstag 14. November mit „Hotel Paradiso“ im Stadttheater zu Gast sein wird.

Dieser Abend wird ermöglicht durch unseren Förderverein TILL.

In Erinnerung an unser verstorbenes Vorstandsmitglied Wolfgang Träger. Wir danken allen Spendern, die mit ihren Zuwendungen anlässlich seines Todes diesen Abend ermöglichen.