Theater

Hotel Paradiso

  • Maskentheater
  • Ein Stück von Familie Flöz
  • Michael Vogel Regie
  • Thomas Rascher, Hajo Schüler Masken

Bizarres geschieht im traditionsreichen „Hotel Paradiso“, dem kleinen, von der Seniorchefin mühsam zusammengehaltenen Familienbetrieb in den Bergen. Eine Heilquelle verspricht Linderung seelischer und körperlicher Nöte und über der Eingangstür glänzen vier Sterne. Doch am Himmel ziehen dunkle Wolken auf. Der Sohn des Hauses träumt von der großen Liebe, während er sich mit seiner Schwester einen erbitterten Kampf um die Führung des Hotels liefert. Das Dienstmädchen bestiehlt die Gäste und der Koch zersägt nicht nur Schweinehälften…

Als der erste Tote auftaucht, geraten alle, Personal und Gäste, in einen Strudel bitterböser Ereignisse. Zwischen Schwindel erregenden Höhenzügen öffnen sich dunkle, bodenlose Abgründe, denen niemand entkommt. Der Niedergang des Hotels scheint besiegelt, denn Leichen sind in jedem Fall schlecht fürs Geschäft.

Alter Name, neue Version: In Landsberg tritt Familie Flöz mit einer zweiten, neuen Version von „Hotel Paradiso“ auf. Nie war Familie Flöz böser und abgründiger. Ein Alp(en)-Traum voll von schwarzem Humor, stürmischen Gefühlen und einem Hauch Melancholie.

Die Masken von Familie Flöz verhüllen das lebendige Gesicht mit einer starren Form, um damit lebendige Figuren zu schaffen. Ein Paradox das zugleich Reiz und Herausforderung für die Spieler ist. Doch nicht nur für sie. Lebendig werden die Masken erst in der Imagination des Zuschauers, der damit gewissermaßen auch zum Schöpfer wird.