Theater

Othello

  • Tragödie von William Shakespeare
  • Theater an der Ruhr
  • Roberto Ciulli Inszenierung
  • Jubril Sulaimon, Dagmar Geppert, Steffen Reuber, Petra von der Beek, Klaus Herzog & Fabio Menéndez Schauspiel

Unbemerkt von der Gesellschaft haben Othello und Desdemona geheiratet, der dunkelhäutige Feldherr und die Tochter eines wohlhabenden venezianischen Senators. Nicht allein seine Hautfarbe schließt Othello aus der Shakespeare’schen Gesellschaft aus, sondern auch seine Fremdheit. Ihn, den erfolgreichen Feldherrn Venedigs. Venedig wurde ihm zur Heimat, er vertraut den Regeln und Gepflogenheiten dieser Stadt. Doch dieses Vertrauen zerbricht jäh, als ihm von seinem Untergebenen Jago eingeflüstert wird, dass Desdemona ihm untreu wäre. Vertrauen wird zum Misstrauen und weckt jene Affekte, die jeden klaren Gedanken verscheuchen und in Eifersucht umwandeln. Eifersucht auf Desdemona oder auf den Status, den die Mitglieder der venezianischen Gesellschaft durch Geburt besitzen. Wie alle Intrigen erzeugt auch die des „Populisten“ Jago die Herrschaft des Verdachts, dem gegenüber sich die Verdächtigten nicht erwehren können, umso weniger, wenn sie nicht einmal wissen, dass sie einem Verdacht ausgesetzt sind.