Kabarett

Sarah Hakenberg

  • "Heimat"
  • s`Maximilianeum
Veranstalter: s'Maximilianeum e.V.

Es ist dieser herrliche Gegensatz aus heiter am Klavier vorgetragenen Liedern und rabenschwarzem Humor, der Sarah Hakenberg binnen kurzer Zeit zu einer der größten Hoffnungen der deutschen Kabarettszene machte und ihr – völlig zurecht – 2015 den Deutschen Kabarettpreis in der Sparte Nachwuchs einbrachte. Dann folgte aber erstmal der eigene Nachwuchs und eine längere Pause. Nun ist die 41-Jährige mit neuem Programm wieder da und was bislang über „Heimat“ zu lesen ist (das Programm hat im Herbst 2019 in München Premiere), lässt hoffen, dass Hakenberg nichts von ihrem bisweilen bitterbösen Humor eingebüßt hat. Früher, ist in der Vorschau auf das Programm zu lesen, da war die Heimat in Deutschland so schön! Da haben sich noch Nachbarn die Köppe eingeschlagen und der Vater war noch das Oberhaupt in der Familie! Da wollte man auf dem Land leben und nicht in der Stadt. Und jetzt? Immerhin sorgt der Klimawandel hierzulande mit viel Sonnenschein für eine positive Veränderung!

 Aber sonst? Was soll denn das bitte für eine Heimat sein? Großstädte sind vollgestopft, die Dörfer vergreisen, Frauen dürfen mitreden, und plötzlich soll man im eigenen Land englisch sprechen, wo doch Deutsch so eine schöne Sprache ist! Können wir unsere Heimat noch retten? Gibt es eine Zauberformel? Aber klar: Wir stellen Heimatminister ein, tragen wieder Trachten, gehen möglichst oft ins Kabarett, unterstützen unsere arme katholische Kirche und richten in Bayern eine Raumfahrtstation ein.

Und falls das alles nicht hilft, ist da ja noch die AfD. In Summe verspricht das, so die in Köln geborene und in Zorneding aufgewachsene Kabarettistin, ein Programm mit „fröhlichen Heimatliedern“.