Kino

Schwarze Milch

  • Eine ereignisreiche Rückkehr aus Deutschland zur Familie ins Nomadenleben in der mongolischen Steppe.
  • R+B: Uisenma Borchu – K: Sven Zellner – D: Uisenma Borchu, Gunsmaa Tsogzol, Borchu Bawaa, Franz Rogowski – Deutschland 2020, L: 91 Min. FSK 12

Die Tür der Jurte (Zelt-Haus) muss immer offen bleiben, so will es die mongolische Tradition. Für die Nomadin Ossi ist das ganz klar, denn sonst kommt das Böse nach Hause. Ihre Schwester Wessi jedoch sieht in der offenen Türe eine Gefahr, eine Einladung zum Überfall, hier so ganz allein in der Wüste. Diese gegensätzlichen Perspektiven bestimmen die gesamte Beziehung der beiden Frauen. Wessi zog als Kind in den Westen und wuchs in Deutschland auf. Ossi blieb mit dem Stiefvater in der Mongolei. Nach Jahren kehrt Wessi zurück an den Ort ihrer Kindheit und trifft mit ihrer westlich geprägten Weltsicht auf das traditionsreiche Nomadenleben ihrer Schwester.

Die junge Regisseurin Uisenma Borchu ist eine der großen Hoffnungen des deutschen Films. Am Sonntag, 29.11.20 wird sie uns um17:00 Uhr und 20:00 Uhr ihre Spielfilme “Schau mich nicht so an“ und “Schwarze Milch“ vorstellen, für die sie den Bayerischen Filmpreis und weitere internationale Preise erhielt. 2017 lief ihr Theaterstück “Nachts als die Sonne für mich schien“ an den Münchener Kammerspielen. Uisenma Borchu kam 1984 in der Mongolei zur Welt und zog 5 Jahre später mit ihren Eltern nach Deutschland. Nach dem Abitur studierte sie bis 2015 an der Hochschule und Fernsehen in München und erhielt für ihre frühen Dokumentarfilme bereits beachtliche Förderpreise. Wir freuen uns sehr auf ihren Besuch bei uns.