Tanztheater

Sprung in die Freiheit

  • Ein Tanzprojekt mit Sophia Rieth, Magdalena Oettl & Fabian Löbhard
  • Magdalena Oettl Tanz
  • Sophia Rieth Blockflöten
  • Fabian Löbhard Marimba und Perkussion

Das Bewusstsein entscheidet, wie frei man sich fühlt. Erst wenn man sich der Einschränkungen bewusst wird, schrumpft die Freiheit und neue Gedanken entstehen. Der Prozess vom Bewusstwerden über zündende Gedanken und Entscheidungen bis zur neuen Freiheit und weiteren Konsequenzen wirft ein Feld von Fragen auf: Wie verläuft so ein Weg zu einer Entscheidung, zu einem Sprung in die Freiheit? Gibt es DEN Moment, von dem an es kein Zurück mehr geben kann? Sind es die kleinen Augenblicke, in denen man immer mehr realisiert? Und dieser Sprung – ist er wirklich ein großer Sprung oder am Ende doch nur mehr der letzte Schritt? Gibt es wirkliche Freiheit, wenn sie durch einen Ausbruch erreicht wurde?

Und was folgt danach? Wie lange hält die Freude über eine gewonnene Freiheit an? Wie kann ein Einzelner gemeinsam mit anderen frei sein? Die neue Situation bringt neue Aufgaben. Vielleicht mussten einige schöne Dinge aufgegeben werden. Freiheit bedeutet loszulassen – Negatives wie Positives. Sie bedeutet ein „Nein“, aber auch ein „Ja“.

Geht es schlussendlich „nur“ um bewusste Entscheidungen und das Leben damit?

Die Tänzerin Magdalena Oettl und die Musiker aus dem Duo sophisticated fabulous Sophia Rieth, Fabian Löbhard allesamt aus Augsburg, stellen sich diesen Fragen und der Beschreibung eines möglichen Prozesses hin zu einer Freiheit auf musikalisch-tänzerische Weise. Mit der eindrücklichen, bisweilen drastischen und emotionalen Sprache zeitgenössischer Musik in Werken von Roderik de Man, David Maslanka u. a. und in Improvisationen „sprechen“ sie über die Überlegungen und Emotionen hin bis zu den Momenten nach einem tatsächlichen Sprung in die Freiheit. Basis des Ganzen ist das Lebensrad, das sich unentwegt weiterdreht, dargestellt durch die im Kontrast zeitlos anmutenden Werke aus der minimal music von Peter Hannan und aus der Renaissance von Diego Ortiz. Magdalena Oettl wandelt in den von ihr entworfenen Choreografien die Musik und die Gedanken zur Freiheit in Bewegung um und verschmilzt mit den Musikern zu einem kunstformübergreifenden Trio. Sie mischt sich ein, setzt Akzente und ausdrucksstarke optische Kontrapunkte – mal bleibt sie außen vor, mal ist sie im Mittelpunkt des Geschehens.