Lore kehrt mitten in der COVID-19-Pandemie in ihre rheinische Heimatstadt Erkelenz zurück, nachdem ihre Mutter verstorben ist. Vor Ort sieht sie sich mit eingefahrenen Familienstrukturen und einer lähmenden Bürokratie konfrontiert, während sie kaum Zeit findet, sich von ihrer Mutter zu verabschieden. Über den namensgebenden Zeitraum von sechs Wochen – dem „Sechswochenamt“, einer katholischen Tradition einer Totenmesse rund sechs Wochen nach dem Todesfall – ringt Lore damit, den Verlust zu verarbeiten und den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen.
Für ihr Langfilmdebut hat Jaqueline Jansen autofiktional eigene Lebenserfahrungen verdichtet und nicht nur das Drehbuch geschrieben und Regie geführt, sondern den Film auch selbst mit neugegründeter, eigener Firma „Filmweh“ produziert. Die Kamera scheint hautnah mitzulaufen durch diese sechs Wochen Leben und Gefühle von Lore, die von Magdalena Laubisch eindrucksvoll lebensecht gespielt wird.
