Die enorme Bandbreite zwischen „La Brass Banda“ und einem Lehrauftrag als Tuba-Professor am Mozarteum plus einer stark pulsierenden kabarettistischen Ader, macht den Andreas Martin Hofmeir zu einer der schillerndsten und spannendsten Figuren der deutschen Kulturszene. Im neuen Programm „Konzertante Aneignung – eine musikalische Frechheit“ bringt Hofmeir frech geklaute Meisterwerke für Tuba und Klavier auf die Bühne. Das Programm ist quasi reine Notwehr: Jedes Musikinstrument ist stolz auf seine besten Solowerke. Zurecht. Tubisten wissen das im Besonderen, denn sie haben kaum welche. Also klaut der gebürtige Münchner, begleitet von der Pianistin Barbara Schmelz, das Beste von der Konkurrenz und setzt es exzellent wie eigenwillig für die Tuba um. Eine unverschämte konzertante Aneignung! Und damit nicht genug: Mit Schmähgedichten aus seiner brandneuen “Hundsgemeinen Instrumentenkunde” gibt er ihnen auch sprachlich den Rest.
