Das Tanztheater „Elysium“ entsteht aus einer Kooperation zwischen Dustin Klein, Choreograph und Tänzer, und Felix von Bredow, Schauspieler und Theaterautor. In dieser Uraufführung stellen sie ihre beiden Kunstformen gegenüber, trennen sie, um sie aufeinanderprallen und dann verschmelzen zu lassen.
„Elysium“ entführt uns in eine Welt, in der die Lebensbedingungen der Menschen drastisch verändert sind. Hitze, Wassermangel und Ascheregen prägen die Szenerie und machen gewohnte Abläufe unmöglich. Die beiden Protagonisten verkörpern zwei gegensätzliche Strategien im Umgang mit dieser neuen Realität. Sie stehen für zwei Polaritäten, die auch in jedem von uns existieren. Der Eine wählt den Weg der Kontrolle: Er bewahrt, konserviert und isoliert sich in einer modernen, gläsernen Festung. In diesem Mikrokosmos bleibt alles unverändert. Die Erinnerungen sind der Motor, um die Gegenwart zu überstehen. Absolute Kontrolle und ihre aufwendige Konstruktion bieten Komfort und Schutz vor dem Verfall. Der Andere hingegen setzt auf Anpassung. Er akzeptiert die veränderten Bedingungen, sucht nach Wegen, im Einklang mit seiner Umgebung zu leben, vertraut dabei auf seine Instinkte. Er fügt sich den Umständen, akzeptiert den Verfall und bleibt so im Dialog mit der Welt. Wo einst Gemeinsamkeiten waren, herrschen jetzt zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten. Kontrolle trifft auf Hingabe, Bewahrung trifft auf Wandel. Aber wo befindet sich Elysium?
Der aus Landsberg am Lech stammende Tänzer und Choreograph, Dustin Klein, hier bestens bekannt durch zahlreiche Auftritte, und der Schauspieler Felix von Bredow haben bereits bei mehreren Projekten ihre beiden Professionen verbunden. Eigentlich war eine Umsetzung „Glückliche Tage“ geplant. Manchmal kommt es in künstlerischen Prozessen aber zu unvorhergesehenen Entwicklungen, die dann zu konzeptionellen Änderungen führen. Bei ihrer Arbeit an „Glückliche Tage“ haben sie nun einen neuen Weg eingeschlagen und neue thematische Schwerpunkte, neue Texte, neue Metaphern gefunden: „Elysium“!
