Auch das gibt es – die Corona-Krise als erzwungener Freiraum für neue Projekte: Martin Kälberer, Weltmusiker von internationalem Rang hat sich während des Lockdowns ins Studio zurückgezogen und dort sein neues Solo-Projekt In.Sight.Out realisiert.  Martin Kälberer gehört zu den prägenden Protagonisten der Weltmusik-Szene, es wäre aber zu kurz gesprungen, ihn in diese Schublade zu stecken. Zu überregionaler Bekanntheit kam der gebürtige Ulmer durch die langjährige Verbindung zu Werner Schmidbauer, mit dem er seit 1994 musiziert, produziert, komponiert und konzertiert. Die Konzerte des Trios Schmidbauer-Pollina-Kälberer sind längst Legende. Parallel dazu widmet sich der Multiinstrumentalist verstärkt der freien, improvisierten Musik und der Suche nach neuen Klängen und speziellen Orten und Momenten. Das mit den speziellen Orten gestaltet sich während des Corona-Lockdowns allerdings schwierig und so zog sich Kälberer ins Studio zurück und produzierte In.Sight.Out. Entstanden ist das neue Werk mit ungewohnter Muße, ohne zeitliche Vorgaben, mit allen Möglichkeiten der Reflexion, des Nachlauschens, des immer wieder Überprüfens, manchmal auch des wieder zum Ausgangspunkt Zurückkehrens und als ein Dokument dieser außer- und ungewöhnlichen Zeit. Eingespielt wurde In.Sight.Out fast ausschließlich am Flügel, der, manchmal pur und unglaublich nahe, manchmal präpariert und verfremdet, manchmal mit Händen und Besen auf den Saiten bespielt, immer die jeweilige Stimmung wiedergibt. Es entfalten sich Klanglandschaften, die teils auf kleinen Miniaturen basieren, die an Minimal-Music und moderne Klassik erinnern, teils eher dem Ambient-Genre zugehörig scheinen.

Konzert

Martin Kälberer

  • In.Sight.Out
  • s'Maximilianeum
Veranstalter: Kleinkunstbühne Landsberg