„Die Leiden des jungen Werther“ ist der größte Briefroman aller Zeiten, der wie kein anderes Werk von Goethe junge Menschen in den Bann zieht. Die Gefühle des jungen Werther überschreiten die Grenzen der Konventionen und spiegeln eine unerfüllbare Sehnsucht nach einer Freiheit der Seele wieder. Obwohl er sich in Briefen an seinen Freund Wilhelm wendet, ist er durch seine gefährdete Psyche einer der einsamsten Menschen, die in der Literatur erfunden wurden. Er scheitert an den eigenen Ansprüchen und Moralvorstellungen, die sich am damaligen gesellschaftlichen Mainstream orientieren und ihn zum Außenseiter machen. Die Spirale von Einsamkeit und Scham, abgelöst von kurzen Episoden der überbordenden Gefühle zu Lotte, grenzt ihn immer weiter von seiner Umgebung aus. Letztendlich verirrt er sich in der Annahme, sich selbst als gescheiterte Existenz zu begreifen, für die es keinen Platz in der Gesellschaft gibt.

Das Schicksal Werthers schafft bis heute eine große Identifikation. In unserer Gesellschaft kämpfen – insbesondere junge – Menschen gegen einengende Konventionen und ringen um die eigene Identität.

Schauspiel

Transit Werther

  • Schauspiel nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
  • Landestheater Schwaben
Inszenierung Magdalena Schönfeld
Es spielen Laura Roberta Kuhr, Tobias Loth, Flurina Schlegel