Ein überzeugter Marxist ist der Kapitän eines Luxuskreuzfahrtschiffes für Superreiche. Als die Yacht nach einem Piratenangriff sinkt, können sich nur wenige Passagiere und Crewmitglieder auf eine einsame Insel retten. Darunter befinden sich Carl und Yaya, die beide als Models arbeiten, und eine deutsche Industrieellengattin, die nach einem Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Weil Abigail, die an Bord für die Toiletten zuständig war, die einzige Person ist, die fischen und kochen kann, wird sie im gemeinsamen Kampf ums Überleben unverzichtbar. Schnell kehrt sich die etablierte Hierarchie um. Der Regisseur Ruben Östlund kehrte bereits die Verhältnisse in seinem vorherigen Erfolgsfilm THE SQUARE, in dem er die zeitgenössische Kunstszene als eine Gesellschaftsschicht darstellte, die jeglichen Außenkontakt verloren hat, einfach um. Nachdem jetzt hier die Yacht nach dem Überfall unterging und die ehemalige Toilettenfrau Abigail auf der Insel das Kommando übernimmt, entsteht aus der Katastrophe kein Kollektiv, sondern eine neue, aber ehrliche Hierarchie. Das Geld spielt auf der einsamen Insel keine Rolle mehr – es entsteht die Utopie eines Matriarchats. Der Film erhielt (wie 2021 THE SQUARE) bei den Internationalen Filmfestspielen 2022 in Cannes die Goldene Palme. Perfekt, mehr ist nicht zu sagen!

 

Filmforum

Triangle of Sadness

  • Eine satirische Tragikomödie - angesiedelten der Welt der Reichen und Schönen.
  • R+B: Ruben Östlund - K: Fredrik Wenzel - M: Ronas Rudels, Jakob Ilgner - D: Harris Dickinson, Charlbi Dean Kriek, Woody Harrelson, Iris Berben, Vicki Berlin - Schweden/Frankreich/Griechenland 2022, L :147 Min. FSK 12